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Modell

Wettbewerbe

Synthetisch gedacht

Text: Marcel Bächtiger / 22.10.2015 14:04


Die Ingenieurgemeinschaft Flint & Neil (London) und Walt Galmarini (Zürich) gewinnt den Projektwettbewerb für die neue Hinterrhein-Brücke in Reichenau. Die Aufgabe war ungewöhnlich: es galt, eine wertvolle eiserne Eisenbahnbrücke aus dem 19. Jahrhundert mit einer neuen Brücke in unmittelbarer Nähe zu ergänzen. Auftraggeber war die Rhätische Bahn, die eine Verlängerung der Doppelspur in Reichenau und damit eine neue Linienführung über den Hinterrhein projektiert. Die Doppelspur entspricht dem neuen Angebotskonzept und soll zudem zur Fahrplanstabilität in der Surselva und am Albula beitragen.

Zusätzlich zur Brücke über den Hinterrhein musste die unmittelbar anschliessende Überquerung der Nationalstrasse A13 geplant werden – und das alles an einem kulturhistorisch bedeutsamen Ort. So gilt die bestehende Hinterrheinbrücke der Denkmalpflege als «erstrangiges ingenieurtechnisches Baudenkmal», während das benachbarte Schloss Reichenau und der Dorfkern von Tamins zu den «schützenswerten Ortsbilder mit nationaler Bedeutung» zählen. «Die formale Rücksichtnahme auf Bestehendes war und ist im Brückenbau immer noch eher selten», schreibt dazu die Jury. Ein erklärtes Ziel des Wettbewerbs sei es darum gewesen, «radikal pragmatische Lösungen zu vermeiden».

Beim Siegerprojekt von Flint & Neil (London) und Walt Galmarini (Zürich) würden Funktionalität, Wirtschaflichkeit und gestalterische Anforderungen optimal zusammenspielen, lobt das Preisgericht: «Mit ‹Sora giuvna› werden am Schluss der Bauarbeiten in Reichenau nur zwei Brücken stehen: die heutige und ihre ‹junge Schwester› (dt. Übersetzung des Kennworts), die den Rhein einspurig und die A13 doppelspurig überquert. Diese starke Konzeption bestimmt das ganze Projekt.» 
Die neue Brücke schaffe Ordnung, indem sie die Vielfalt der Brückenlandschaft reduziere, wird Jurymitglied Jürg Conzett zitiert. Zudem lasse sie durch die eigenständige, von der bestehenden Brücke leicht abgesetzte Konstruktion einen möglichst freien Blick auf die heutige Brücke offen. Das Projekt, so der Jurybericht abschliessend, «erfüllt unterschiedliche Anforderungen innerhalb eines schlüssigen Konzepts. Dass dieses aus nur zwei Brücken besteht, ist eindrucksvoller Beleg für die Fähigkeiten der Autoren, synthetisch zu denken.»

Zweite Hinterrheinbrücke Reichenau
Offener, einstufiger Projektwettbewerb im anonymen Verfahren für die Rhätische Bahn (RhB)
Fachjury: Johannes Florin, Quintus Miller, Jürg Conzett
– 1. Rang:  Ingenieurgemeinschaft Flint & Neill Ltd, London mit WaltGalmarini AG, Zürich; Architektur: DISSING+WEITLING architecture (Kopenhagen); Landschaftsarchitektur: Hager Partner AG (Zürich)
– 2. Rang: dsp Ingenieure & Planer AG, Greifensee, Spataro Petoud Partner SA, Bellinzona
– 3. Rang: Gerber+Partner Bauingenieure und Planer AG, Windisch;
– 4. Rang: Schmidt + Partner Bauingenieure AG, Basel
– 5. Rang: Gruner Wepf AG, St. Gallen

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